Archiv for category 'Sonnenenergie'

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Sicherheit Jobs Stellen Erneuerbare Energien (Bio- Wind- und Solarenergie) - krisenfeste sichere Jobs ?

Glaubt man der Statistik die vom Bundesumweltminister vorgestellt wurde, trotzt die Branche der Erneuerbaren Energien der Wirtschaftkrise. Dem Anschein nach wurden krisenfeste und sichere Jobs geschaffen und bei den Stellenangeboten legt die Branche sogar noch zu (Quelle : BMU 03/2010).

Mittlerweile stellt der Sektor der erneuerbaren Energien in Deutschland mehr als 300.000 (2009) Arbeitsplätze.

In Österreich arbeiten derzeit (2009) 185.000 Beschäftigte im Bereich Klima- und Umweltschutz.

In der Schweiz bestehen geschätzte 40.000 Stellen im Bereich der erneuerbaren Energien. Eine neue Initiative soll bis 2020 weitere 100.000 Jobs in dieser Branche schaffen.

Stellen Sicherheit

In Deutschland war in 2009 die Stromerzeugung aus konventionellen Energieträgern rückläufig, während der Anteil der Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch auf 16,1 % stieg. (Quelle : BMU). Im Vergleich zum Vorjahr (2008) wurden deutlich mehr Biogas-, Photovoltaik- und Windenergieanlagen gebaut. Die Investitionen im Bereich der Erneuerbaren Energien stiegen auf einen neuen Rekordwert von 17,7 Milliarden Euro. Nach Schätzungen der Internationalen Energieagentur, werden in den nächsten 20 Jahren weltweit fast 5.000 Milliarden Dollar in Erneuerbare Energien investiert werden.

Dazu kommt, dass in Deutschland rund 8 % mehr vergleichsweise krisenfeste Jobs als in 2008 geschaffen wurden. Für Jobsuchende, die sich neu orientieren oder umweltbewußt arbeiten wollen, sind dies genug Gründe.

Branchenspezifische Stellen erneuerbare Energien

Beschäftigte in Deutschland 2009 in den Bereichen

· Bioenergie 109.000

· Windenergie 87.000

· Solarenergie 79.000

Bei Stellenangeboten in den Bereichen Bioenergie und Solarenergie sind Wachstumsraten oberhalb von 5% gegenüber dem Vorjahr erreicht worden. (Quelle : Wachstumsraten Stellenausschreibungen Erneuerbare Energien)

Regionale Verteilung der Jobangebote

Der Ort des Arbeitsplatzes spielt trotz Globalisierung immer noch eine große Rolle. Jobs in den Bereichen Sonnenenergie (Solarenergie), Bioenergie (Biogas) und Windenergie (Windkraft) werden regional unterschiedlich bereitgestellt.

www.renewable-energy-concepts.com

Anzahl Stellenangebote 1.Qtl. 2007 – 2009 - Quelle : RENEWABLE ENERGY CONCEPTS - Basis für diese Übersicht ist die Auswertung des Wissenschaftsladens Bonn

Ein überdurchschnittlicher Zuwachs der Stellenangebote ist im Westen und in der Mitte Deutschlands erkennbar.

Branchenspezifisch kann der Norden seine Spitzenrolle als Windenergie Standort behaupten.

Für Biogasanlagen liegen die Schwerpunkte im Norden und im Süden.

75% der Solarbranche hat Ihren Firmensitz im Westen, Osten oder im Süden.

Qualifikationen und Skills für Berufe in den Bereichen Erneuerbare Energien

Die stärkste Nachfrage in den Unternehmen besteht nach Fach- und Führungskräften in den Sektoren Service / Montage und dem Management (oft Projektmanager). Ein hoher Aufholbedarf ist bei Management Jobs im Sektor Solarenergie (Photovoltaik) und Windenergie zu erkennen, also gute Chancen für Führungskräfte.

Der überwiegende Teil der Stellenangebote richtet sich an Ingenieure, Techniker und Fachkräfte mit Fremdsprachenkenntnissen. Als Fremdsprache steht hier klar Englisch im Vordergrund.

Sogenannte Soft Skills, soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit im interkulturellen Umfeld sowie Reisebereitschaft und Kommunikationsfähigkeit gehören zum Qualifikationsprofil.

Gute Chancen für Neueinsteiger

50-60% der Stellenangebote (2009) fordern eine Berufserfahrung. 40-50% der Stellenangebote richten sich an Junge und unerfahrenen Einsteiger.

Im Bereich Windkraftanlagen steigt die Nachfrage nach Fach- und Führungskräften für Auslandseinsätze.

Quereinsteiger und Berufsanfänger haben gute Chancen.

Stellenangebote erneuerbare Energien

Online finden Sie Stellenangebote und Jobs für den Bereich erneuerbare Energien u.a. unter

Zeitschrift „Arbeitsmarkt“ (Herausgeber : Wissenschaftsladen Bonn e.V.) oder Jobs in Deutschland, Jobs in der Schweiz oder Jobs in Österreich.

Empfehlen kann ich auch eine neue Jobbörse mit einer branchenspezifischen Unterteilung der Stellenangebote für Fach- und Führungskräfte (Management) :

Stellenangebote und Jobs Solarenergie, Stellenangebote und Jobs Bioenergie und Stellenangebote und Jobs Windenergie (Windkraftanlagen)

written by stefan at 31. Mai 2010 | stored at Allgemein, BIOGAS, Biomasse, Businesspartnernetzwerke, Regenerative Energien, Sonnenenergie, Windkraft |

Photovoltaik (PV) Rechner - Solarrechner für Ertrag (KWh), Einspeisevergütung (EURO) und Auslegung

Ein toller Sommer 2009 mit viel Sonne und wenig Regen. Da kommen schnell die Gedanken an eine Photovoltaik Solaranlage. Wie viel KWh sind hierzulande möglich, wie hoch sind die Erträge durch die Einspeisvergütung, was muss bei der Auslegung beachtet werden und wie kann die Solaranlage optimiert werden ?

Es lohnt sich darüber nachzudenken, das zeigt der seit 2007 wachsende Anteil der Energiegewinnung durch Photovoltaik Solaranlagen.

Quelle : BMU

Welche Hilfsmittel (Online) sind für die Planung und den Betrieb von Solaranlagen verfügbar ?

Hier einige Berechnungshilfen :

Ertragsvorschau Sonnenenergie (Online Photovoltaik Rechner der European Commission, Joint Research Centre )

Neu : (01/2010) Photovoltaik Rechner mit Erträgen aus echten PV-Anlagen

Wieviel KWh kann eine Photovoltaik (PV) Anlage erreichen ?

Der PV Rechner der Europäischen Kommission ermittelt die Sonnenenergieausbeute mit Photovoltaikmodulen unter Berücksichtigung unterschiedlicher Technologien (cristalline Silicon, CIS, other).

Die mittleren Strahlungsdaten (1995-2003) beruhen auf Wetterstationen in ganz Europa und sind in einem Raster von 1×1 km eingeteilt.

Berechnen lässt sich die Solar Leistung der PV Anlage in KWh für jeden Ort in Europa und Afrika, angefangen von der jährlichen bis runter zur täglichen und stündlichen Leistung.

Berücksichtigt werden die Verluste und Einflüsse durch

  • Luftzirkulation (Einfluss der Temperatur auf den Wirkungsgrad),
  • Dachneigung (bei höherem Winkel ist das Risiko durch Schneeabdeckung geringer) und Ausrichtung (Himmelsrichtung),
  • Tracking Systeme (Nachführung der PV Anlage mit dem täglichen Sonnenverlauf und Sonnenstand - Sommer - Winter),
  • Reflektion der Solarmodule,
  • Kabel und Inverter.

Das Ergebnis der Photovoltaik Berechnung ist der geschätzte tägliche und monatliche Solarstrom Ertrag (Ed, Em) in KWh.

Rentabilität der PV Anlage (Online Photovoltaik Rechner für Einspeisevergütung der Energieagentur NRW)

Wie hoch ist der Photovoltaik Ertrag, wenn ich den Strom in das öffentliche Netz einspeise ?

Für die Berechnung der Einspeisevergütung von Solaranlagen bis 30 KWp (Kilowatt peak - Spitzenleistung in Kilowatt) werden alle größeren Orte in NRW zur Auswahl angeboten (näheres zu den Strahlungsdaten erfährt man im NRW Solaratlas).  Strahlungsdaten können auch aus den Sonnenkarten für Deutschland entnommen werden.

Die Einspeisevergütung von 43,01 Cent/KWh (Inbetriebnahme 2009) wird für unterschiedliche

  • Photovoltaik Anlageformen (Aufdach, Dachintegriert),
  • Ausrichtungen (Dachneigung und Ausrichtung),
  • Jahre der Inbetriebnahme,
  • Kosten der PV Anlage,
  • Rücklagen,
  • Zählergebühren,
  • Kreditkonditionen incl. Zinsen und Tilgung

berücksichtigt. Im Ergebnis des Solarrechners sind die Vergütungen und die Restschuld in EURO über 20 Jahre dargestellt.

PV Anlagen kosten 3000-4000 EUR/KW Nennleistung - mit fallender Tendenz.

Photovoltaik Auslegung (Online Photovoltaik Rechner für Schnee- und Windlasten der Renewable Energy Concepts)

Was muss bei der statischen Auslegung berücksichtigt werden ?

PV Anlagen müssen statisch ausgelegt sein, so dass Sie den örtlichen Gegebenheiten genügen. Für die statische Berechnung der Solaranlage sind hier die gleichzeitig wirkenden Flächenlasten von Wind- und Schnee zu berücksichtigen.

Deutschland, Österreich und die Schweiz sind in sogenannte Schneelastzonen eingeteilt. In diesen Zonen gelten die nationalen Normen (DIN 1055-5, ÖNORM EN 1991-1-3 Ausgabe : 2005-11-01, SIA 261). Die einzuhaltenen Werte sind aus diesen Normen abzulesen oder zu berechnen.

Die Windlasten (Geschwindigkeitsdruck - Staudruck) sind in Deutschland nach DIN 1055-4 in Windlastzonen eingeteilt.

Die zu berücksichtigende statische Last für Wind und Schnee ist

  • vom Ort bzw. der Höhe über NN (Schneelast),
  • von der Höhe über ebenem Grund (Windlast),
  • der Neigung der Photovoltaik und
  • den Schnee- bzw. Windlastzonen

abhängig.

Für einen anzunehmenden Winddruck bis zu einer Höhe von 10m über ebenem Grund sind die Windlastzonen in der DIN 1055-4 definiert. Für Anlagen auf oder an höheren Gebäuden erhöht sich dieser Wert. Dann bestimmen die Geländeeigenschaften (Rauhigkeitsklassen - Oberflächenbeschaffenheit) die anzunehmende Windlast in der Höhe der Solaranlage. Die Basis für den Windlast Rechner ist eine auf dem Dach aufliegenden Solaranlage (sonst entstehen ggf. noch Sogkräfte) und die Werte der jeweiligen Windlastzone.

Allgemein gilt :

Steigt der Neigungswinkel wird

  • die Schneelast kleiner,
  • die Gefahr einer Schneedecke sinkt und
  • die Windlast steigt.

Im Ergebnis des Rechners werden die Schneelast und die Windlast in kN/m² und kg/m² angegeben.

Beispiel : Garmisch Partenkirchen liegt in der Schneelastzone 4 in 700m Höhe über NN (Meeresspiegel). Bei einer horizontal aufgestellten PV Anlage kommen da recht ordentliche Schneelastwerte zusammen (3,09 KN/m² entspricht ca. 315 kg/m²). In diesem Gebiet gilt die Windlastzone 1mit 0,32 KN/m² (ca. 32 kg/m²).

Beispiel : Wilhelmshaven liegt in der Windlastzone 4 in einer Höhe von 2m über NN. Bei einer 45° Grad Neigung der Photovoltaik Anlage werden 0,56 KN/m² (ca. 57 kg/m²) angesetzt. Die Schneelastwerte liegen bei 0,27 KN/m² (ca. 27 kg/m²).

In den höheren Lagen in Österreich kommen horizontal aufgestellte PV Anlagen i.A. nicht in Frage, denn eine in 1700 m Höhe horizontal aufgestellte Photovoltaik Anlage (St.Christoph / Arlberg) muss einer Schneelast von 15,5 kN/m² (ca. 1500 kg/m²) genügen.

Optimierung von Solaranlagen

Bei der Optimierung des Ertrages von Solaranlagen sind mir zwei Ansätze aufgefallen :

  1. Nachführung der Solaranlage
  2. Verbesserung der Transmission (Durchlässigkeit)

Eine Nachführung der Solaranlage kann in horizontaler (Tagesverlauf der Sonne) und vertikaler (Sonnenstand – Winter Sommer) Drehrichtung erfolgen. Dabei können in Deutschland abhängig vom Standort 20-30% mehr Leistung (siehe PV Rechner) erreicht werden.

Davon nimmt die horizontale Nachführung den größten Anteil, von ca. 85%, ein.

Durch saubere Oberflächen bzw. durch entsprechende Beschichtung (Antireflex) kann der PV Ertrag um ca. 3% (Stand 2009) gesteigert werden.

written by stefan at 21. September 2009 | stored at Allgemein, Regenerative Energien, Sonnenenergie |

Biogas Analyse FOS / TAC - Optimierung Biogasanlagen – Pufferkapazität

Entwicklung Biogasanlagen:

Seit dem Stromeinspeisegesetz (StrEG) 1991 erhielt die Biogasproduktion eine wirtschaftliche Grundlage und erlebt seither einen enormen Aufschwung.

Allein in den letzten 10 Jahren hat sich die Anzahl der Biogasanlagen versechsfacht, Ende des Jahres 2008 gab es in Deutschland rund 4000 Biogasanlagen, bis Ende 2009 wird ein Anstieg auf 4780 erwartet.

Quelle: Fachverband Biogas

Biogas ist ein Gasgemisch aus Methan und CO2 und entsteht beim anaeroben bakteriellen Abbau von Biomasse.

Die Zusammensetzung des eingeführten Substrats variiert von Anlage zu Anlage, wobei grundsätzlich zwei Typen unterschieden werden.

Auf der einen Seite stehen die sog. NaWaRo- Anlagen, denen ausschließlich nachwachsende Rohstoffe als Substrat zugeführt werden. Ihnen gegenüber stehen Co-Fermentationsanlagen, bei denen das Substrat eine Mischung aus Tierexkrementen (Gülle, Mist, Jauche) und Biomasse oder festen organischen Abfällen ist (1).

Prozesskontrolle

Um eine Biogasanlage optimal zu nutzen und ihre Effizienz steigern zu können, müssen eine regelmäßige Überwachung, die Überprüfung von bestimmten chemischen Werten und konstant günstige Prozessbedingungen gewährleistet sein.

Im Normalfall werden Werte wie Temperatur, pH-Wert, Verhältnis von TS/oTS, Stickstoffgehalt und Säuregehalt im Fermenter gemessen.

Dennoch reichen diese Parameter allein nicht aus, um eine Überlastung der BGA frühzeitig zu erkennen und auszuschließen. Ein geeigneter Parameter um eine Veränderung im Prozessgeschehen frühzeitig feststellen zu können, ist die Pufferkapazität.

Pufferkapazität

Pufferstoffe – wie zum Beispiel Carbonat - sind Stoffe, die den pH-Wert konstant halten.

Beim Abbau des Substrats entstehen flüchtige organische Säuren (FOS), die im Biogasprozess zu Methan umgebaut werden.

Pufferstoffe, wie z.B Bicarbonat (Hydrogencarbonat), sind im Substrat enthalten. Sie nehmen freie Protonen der Säuren auf und halten so den pH-Wert konstant. Allerdings sind diese Pufferstoffe nur begrenzt im Substrat verfügbar, sodass es zu einer Übersäuerung im Fermenter kommt, wenn sie „verbraucht“ sind.

Das passiert in der Regel, wenn mehr Substrat zugeführt wird, als die Bakterien abbauen können.

Misst man also zusätzlich zum pH-Wert noch die Pufferkapazität, gibt dies Auskunft darüber, ob der Prozess stabil abläuft, oder ob suboptimale Milieu-Bedingungen vorliegen.

Bei Abnahme der Pufferkapazität sollte die Substratzufuhr vermindert werden, sodass die Bakterien freie organische Säuren verstoffwechseln können.

Methoden zur Bestimmung der Pufferkapazitäten

Bei der FOS/TAC-Bestimmung wird der Quotient aus der Säurekonzentration (FOS) und der Pufferkapazität im Gärsubstrat gebildet. Diese Bestimmung kann mittels eines Titrationsverfahren und bestimmter Berechnungen vorgenommen werden (Berechnungsmethode: Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft, Nordmann-Methode)

Liegt der Wert in einem Bereich zwischen 0,3 und 0,4 so verläuft der Prozess normal.

Diese Methode ist sehr zeitaufwendig, da Probennahme und Analyse manuell vorgenommen werden und die Berechnung ebenfalls durchgeführt werden muss.

Schon 1994 ist an der University of Glamorgan (Hawkes et al. 1994) eine Methode zur Bestimmung des Bicarbonatgehaltes und somit der Pufferkapazität entwickelt worden.

Bei dieser Methode wird einer Faulschlammprobe Salzsäure zugesetzt. Die Säure reagiert mit dem CO2-gesättigten Faulschlamm. In Abhängigkeit der im Substrat enthaltenen Pufferstoffe wird eine bestimmte Menge an CO2, freigesetzt. Die Menge an freigesetztem CO2 gibt Auskunft über die Pufferkapazität.

Technologie

Neue Technologien ermöglichen vollautomatische Probenentnahmen und Analysen, dabei werden diese Geräte in den Kreislauf des Fermenters eingebunden.

Mehr Informationen dazu finden sich unter FOS/TAC Werte

Solaranlagen Berechnung Solaranlage Auslegung - Solarthermie PV Wirkungsgrade

Für Berechnung und Auslegung von Solaranlagen sind die erzielbaren elektrischen Leistungen, die Wärmeenergiemengen, die technische und statische Auslegungen und natürlich die Kosten von Bedeutung.

Die Sonne liefert konstant 1.367 Watt pro Quadratmeter auf die äußere Erdatmosphäre.

Was bleibt davon übrig ?

Zwischen den Breitengraden 47 – 55, also Deutschland, Österreich und dem größtsten Teil der Schweiz ergeben sich bei

  • Sonnenschein, klarer bis leicht diffuser Himmel
    • Sommer: 600 - 1000 W/m²
    • Winter: 300 - 500 W/m²
  • Sonnenschein bei leichter bis mittlerer Bewölkung
    • Sommer: 300 - 600 W/m²
    • Winter: 150 - 300 W/m²
  • stark bewölkt bis nebelig-trüb
    • Sommer: 100 - 300 W/m²
    • Winter: 50 - 150 W/m²

(Quelle : renewable-energy-concepts)

Wer’s genauer haben will kann in einer Sonnenkarte für Europa auch die durchschnittlichen Energiewerte für seine Region ablesen.

Was nun an energetischer Leistung aus der Solaranlagen herauskommt hängt im wesentlichen von dem Wirkungsgrad der Solarkollektoren ab.

Ist die Solaranlage richtig eingestellt wird der Wirkungsgrad nur um einige Prozent durch die angeschlossenen Anlage vermindert (beispielsweise Wärme- und Leitungsverluste).

Ich habe mir zwei dieser Verfahren, welche sich dieser kostenlosen Energiequelle bedienen, angesehen

  • Solarthermie

Wärmegewinnung aus der solaren Einstrahlung z.Z. ca. 250-500 KWh/m² bei optimalen Bedingungen (47-55 Breitengrad)

  • Photovoltaik

Stromgewinnung aus der Sonneneinstrahlung z.Z. ca. 80-150 KWh/m² bei optimalen Bedingungen (47-55 Breitengrad)

Solarthermie

Bei der Solarthermie wird meist eine Flüssigkeit erhitzt und durch einen Wärmetauscher in nutzbare Wärmeenergie (Brauchwasser, Heizung) umgewandelt.

Bei der Parabolrinnen- oder Fresneltechnik werden sehr hohe Temperaturen (< 400°C) erreicht die zum Antrieb einer Turbine und damit zur Stromerzeugung genutzt werden.

Für kleinere Anwendungen sind Flachkollektoren und Vakuumröhrenkollektoren (guter Wärmeübergangskoeffizient / Isolation durch Vakuum) als Dachinstallation geeignet.

Der Wirkungsgrad dieser Anlagen liegt bei über 50%. Dieser sinkt aber je höher die Temperaturdifferenz zwischen dem Absorber (Energie aufnehmende Fläche – gibt die Wärme an die Flüssigkeit ab) und der Außenluft ist. Über ein Jahr verteilt schneiden Vakuumröhrenkollektoren etwas besser ab, da Sie in kalten Jahreszeiten eine bessere Energieausbeute haben.

Bild 1 : Abhängigikeit der Energieausbeute von der Jahreszeit

Typische Arbeitstemperaturen von Flachkollektoren liegen bei ca. 80°C.

Bei Vakuumröhrenkollektoren können Betriebstemperaturen von über 200°C erreicht werden.

Je nach Ausführung der Vakuumröhre und Solaranlage kann mit der Durchflussmenge auch die Temperatur am Kollektor gesteuert werden.

Diese Solaranlagen müssen gut gegen Wärmeverluste isoliert sein.

Photovoltaik (PV)

Bei der Photovoltaik wird die Strahlungsenergie direkt in elektrische Energie umgewandelt.

Die Wirkungsgrade liegen zwischen 5-25% abhängig vom Typ der Solarzelle.

Massivzellen wie mono- und polykristallines Silizium Wirkungsgrad bis 25%.

Dünnschichtzellen - photoaktive Halbleiter werden als dünne Schichten auf ein Trägermaterial aufgedampft - Wirkungsgrad bis 20%.

Anders wie bei den Solarthermiekollektoren müssen diese gut belüftet werden da der Wirkungsgrad mit steigenden Temperaturen abnimmt. Mehr zu einzelnen Wirkungsgraden.

Wirkungsgrade Solarthermie und Photovoltaik

Bild 2 : Temperaturabhängige typische Wirkungsgrade von solarthermischen Kollektoren und Solarzellen (Solare Einstrahlung 800 W/m²)

Technische Auslegung und Berechnung der Statik

Die geografische Lage bestimmt die maximale Energieausbeute. Um an das Maximum heranzukommen müssen die Dachneigung und die Verschattung der Solarmodule optimiert werden.

Insbesondere bei Solarzellen wirkt sich eine Verschattung von Solarmodulen erheblich auf die Energieausbeute aus.

Zur statischen Berechnung sind auch Schnee- und Windlasten zu berücksichtigen.

Eine schnelle überschlägige Berechnung der Schnee- und Windlasten nach DIN 1055-5 findet man unter Schneelast Berechnung.

Kosten der Anlagen

Photovoltaik

Die Kosten für ein Photovoltaik Komplettsystem liegen je nach installierter Leistung und Montageart bei ca. 3500 - 4000 € pro KW (8-10m²) ca. 400 – 800 € /m² je nach Solarzellentyp

Solarthermie

500-1000 € /m² Flachkollektoren - 1000-2000 € /m² Vakuumröhrenkollektoren

Einspeisevergütung nach dem erneuerbare Energien Gesetz (EEG)

Für Solaranlagen gibt es eine Förderung beispielsweise

Installation der Photovoltaik Solaranlage (bis 30 KW) in 2009. Die konstante Vergütung wird für das laufende Jahr 2009 und weitere 20 Jahre lang gewährt (43,01 Cent /kWh).

Weitere Informationen zur Förderung von Solaranlagen sind im EEG beschrieben.

Da hier eine langfristige Planung aufgemacht wird, sollte auch die Degradation des Wirkungsgrades (Alterungsverhalten) einbezogen werden. In der Photovoltaik liegt dieser bei ca. 10 Prozent in 25 Jahren.

Flachkollektoren (beispielsweise Absorberschichten) haben nach 3 Jahren extremer Nutzung kaum nennenswerte Leistungsverluste (1-2%) (Quelle:itw UNI Stuttgart).

Da das Vakuum bei den Vakuumröhrenkollektoren den Wirkungsgrad entscheidend beeinflusst stellt sich hier die Frage: Wie lange hält das Vakuum ?

Viele Informationen und auch einen Schneelastrechner habe ich unter www.renewable-energy-concepts.com gefunden.

written by stefan at 5. Mai 2009 | stored at Allgemein, Regenerative Energien, Sonnenenergie |

KWh Wind KWh Biogas und PV – drei Energie Rechner zur Berechnung

Drei Energierechner für eine überschlägige Ermittlung der KWh aus Sonnenenergie, Bioenergie und Windkraft.

Der Energiemarkt ist in den letzten Jahren stürmisch gewachsen. Mit 39,4 TWh übernimmt in Deutschland die Windkraft die führende Rolle unter den erneuerbaren Energien.

Bis zum Jahr 2030 könnten in Deutschland sogar 65 000 Megawatt Leistung in Betrieb sein und rund ein Drittel des deutschen Stromverbrauchs abdecken, so der reichlich optimistische Ausblick des deutschen Windenergie Institutes.

Deutschland ist zwar nach installierter Kapazität der führende Windenergiemarkt weltweit, das größte Wachstumspotenzial liegt jedoch in den USA, China, Spanien und Indien. Dies gilt auch für die Photovoltaik und für den Biogas-Biomasse Markt, welcher 2007 noch den 2.ten Platz unter den erneuerbaren Energien einnahm.

Eine überschlägige Einschätzung der regionalen Energiemengen in KWh liefern die folgenden drei Energie Kalkulatoren für Photovoltaik, Biogas und Windkraft.

KWh Photovoltaik – Energie Berechnung

 

Berechnen lässt sich die Solarleistung in KWh, angefangen von der jährlichen bis runter zur täglichen und stündlichen Leistung.

Als Basis wird eine Weltkarte mit der Sonnenbestrahlung für alle Standorte geboten. Eine deutsche Website ist nicht verfügbar. Eine kleine deutsche Beschreibung gibt es unter Solarrechner deutsche Hilfe

Regionaler Photovoltaik Kalkulator

Die berechneten KWh können nach aktuellen Wetterbedingungen um bis zu 100% variieren.

KWh Biogas – Energie Berechnung

 

Berechnen lässt sich die jährliche Energieproduktion in KWh. Die Energie wird in elektrische Energie und Wärme Energie unterteilt.

Eingabeparameter sind die Substrate aus der Landwirtschaft, nachwachsende Rohstoffe und die Überreste aus der Industrie.

Biogas Kalkulator in KWh
Den Biogas Kalkulator gibt es in deutsch und englisch und er ist selbsterklärend. Die Leistung hängt stark von der Einhaltung der Verfahrensparameter ab.

 

KWh Wind – Energie Berechnung

 

Berechnen läßt sich die jährliche Windenergieleistung in KWh. Die Windenergie läßt sich in verschiedenen Höhen an beliebigen Standorten errechnen.

Eingabeparameter ist die mittlere Windgeschwindigkeit, welche aus einer Windkarte entnommen wird. Zusätzlich wird die Rauhigkeitslänge in einer Tabelle angeboten.

Windenergie Kalkulator in KWh

Den Windenergie Rechner gibt es in deutsch und englisch. Die angegebene Windleistung kann je nach Jahreswetterlage um bis zu +-30% schwanken.

Alle drei Rechner geben nur grobe Anhaltpunkte für die zu erwartenden Energiemengen in KWh. Für eine erste Einschätzung aber durchaus ausreichend.

Mehr zur Thema “erneuerbare Energien und Konzepte“.

written by Henry at 1. Dezember 2008 | stored at Allgemein, Biomasse, Regenerative Energien, Sonnenenergie, Windkraft |