Photovoltaik (PV) Rechner - Solarrechner für Ertrag (KWh), Einspeisevergütung (EURO) und Auslegung
Ein toller Sommer 2009 mit viel Sonne und wenig Regen. Da kommen schnell die Gedanken an eine Photovoltaik Solaranlage. Wie viel KWh sind hierzulande möglich, wie hoch sind die Erträge durch die Einspeisvergütung, was muss bei der Auslegung beachtet werden und wie kann die Solaranlage optimiert werden ?
Es lohnt sich darüber nachzudenken, das zeigt der seit 2007 wachsende Anteil der Energiegewinnung durch Photovoltaik Solaranlagen.
Quelle : BMU
Welche Hilfsmittel (Online) sind für die Planung und den Betrieb von Solaranlagen verfügbar ?
Hier einige Berechnungshilfen :
Ertragsvorschau Sonnenenergie (Online Photovoltaik Rechner der European Commission, Joint Research Centre )
Neu : (01/2010) Photovoltaik Rechner mit Erträgen aus echten PV-Anlagen
Wieviel KWh kann eine Photovoltaik (PV) Anlage erreichen ?
Der PV Rechner der Europäischen Kommission ermittelt die Sonnenenergieausbeute mit Photovoltaikmodulen unter Berücksichtigung unterschiedlicher Technologien (cristalline Silicon, CIS, other).
Die mittleren Strahlungsdaten (1995-2003) beruhen auf Wetterstationen in ganz Europa und sind in einem Raster von 1×1 km eingeteilt.
Berechnen lässt sich die Solar Leistung der PV Anlage in KWh für jeden Ort in Europa und Afrika, angefangen von der jährlichen bis runter zur täglichen und stündlichen Leistung.
Berücksichtigt werden die Verluste und Einflüsse durch
- Luftzirkulation (Einfluss der Temperatur auf den Wirkungsgrad),
- Dachneigung (bei höherem Winkel ist das Risiko durch Schneeabdeckung geringer) und Ausrichtung (Himmelsrichtung),
- Tracking Systeme (Nachführung der PV Anlage mit dem täglichen Sonnenverlauf und Sonnenstand - Sommer - Winter),
- Reflektion der Solarmodule,
- Kabel und Inverter.
Das Ergebnis der Photovoltaik Berechnung ist der geschätzte tägliche und monatliche Solarstrom Ertrag (Ed, Em) in KWh.
Rentabilität der PV Anlage (Online Photovoltaik Rechner für Einspeisevergütung der Energieagentur NRW)
Wie hoch ist der Photovoltaik Ertrag, wenn ich den Strom in das öffentliche Netz einspeise ?
Für die Berechnung der Einspeisevergütung von Solaranlagen bis 30 KWp (Kilowatt peak - Spitzenleistung in Kilowatt) werden alle größeren Orte in NRW zur Auswahl angeboten (näheres zu den Strahlungsdaten erfährt man im NRW Solaratlas). Strahlungsdaten können auch aus den Sonnenkarten für Deutschland entnommen werden.
Die Einspeisevergütung von 43,01 Cent/KWh (Inbetriebnahme 2009) wird für unterschiedliche
- Photovoltaik Anlageformen (Aufdach, Dachintegriert),
- Ausrichtungen (Dachneigung und Ausrichtung),
- Jahre der Inbetriebnahme,
- Kosten der PV Anlage,
- Rücklagen,
- Zählergebühren,
- Kreditkonditionen incl. Zinsen und Tilgung
berücksichtigt. Im Ergebnis des Solarrechners sind die Vergütungen und die Restschuld in EURO über 20 Jahre dargestellt.
PV Anlagen kosten 3000-4000 EUR/KW Nennleistung - mit fallender Tendenz.
Photovoltaik Auslegung (Online Photovoltaik Rechner für Schnee- und Windlasten der Renewable Energy Concepts)
Was muss bei der statischen Auslegung berücksichtigt werden ?
PV Anlagen müssen statisch ausgelegt sein, so dass Sie den örtlichen Gegebenheiten genügen. Für die statische Berechnung der Solaranlage sind hier die gleichzeitig wirkenden Flächenlasten von Wind- und Schnee zu berücksichtigen.
Deutschland, Österreich und die Schweiz sind in sogenannte Schneelastzonen eingeteilt. In diesen Zonen gelten die nationalen Normen (DIN 1055-5, ÖNORM EN 1991-1-3 Ausgabe : 2005-11-01, SIA 261). Die einzuhaltenen Werte sind aus diesen Normen abzulesen oder zu berechnen.
Die Windlasten (Geschwindigkeitsdruck - Staudruck) sind in Deutschland nach DIN 1055-4 in Windlastzonen eingeteilt.
Die zu berücksichtigende statische Last für Wind und Schnee ist
- vom Ort bzw. der Höhe über NN (Schneelast),
- von der Höhe über ebenem Grund (Windlast),
- der Neigung der Photovoltaik und
- den Schnee- bzw. Windlastzonen
abhängig.
Für einen anzunehmenden Winddruck bis zu einer Höhe von 10m über ebenem Grund sind die Windlastzonen in der DIN 1055-4 definiert. Für Anlagen auf oder an höheren Gebäuden erhöht sich dieser Wert. Dann bestimmen die Geländeeigenschaften (Rauhigkeitsklassen - Oberflächenbeschaffenheit) die anzunehmende Windlast in der Höhe der Solaranlage. Die Basis für den Windlast Rechner ist eine auf dem Dach aufliegenden Solaranlage (sonst entstehen ggf. noch Sogkräfte) und die Werte der jeweiligen Windlastzone.
Allgemein gilt :
Steigt der Neigungswinkel wird
- die Schneelast kleiner,
- die Gefahr einer Schneedecke sinkt und
- die Windlast steigt.
Im Ergebnis des Rechners werden die Schneelast und die Windlast in kN/m² und kg/m² angegeben.
Beispiel : Garmisch Partenkirchen liegt in der Schneelastzone 4 in 700m Höhe über NN (Meeresspiegel). Bei einer horizontal aufgestellten PV Anlage kommen da recht ordentliche Schneelastwerte zusammen (3,09 KN/m² entspricht ca. 315 kg/m²). In diesem Gebiet gilt die Windlastzone 1mit 0,32 KN/m² (ca. 32 kg/m²).
Beispiel : Wilhelmshaven liegt in der Windlastzone 4 in einer Höhe von 2m über NN. Bei einer 45° Grad Neigung der Photovoltaik Anlage werden 0,56 KN/m² (ca. 57 kg/m²) angesetzt. Die Schneelastwerte liegen bei 0,27 KN/m² (ca. 27 kg/m²).
In den höheren Lagen in Österreich kommen horizontal aufgestellte PV Anlagen i.A. nicht in Frage, denn eine in 1700 m Höhe horizontal aufgestellte Photovoltaik Anlage (St.Christoph / Arlberg) muss einer Schneelast von 15,5 kN/m² (ca. 1500 kg/m²) genügen.
Optimierung von Solaranlagen
Bei der Optimierung des Ertrages von Solaranlagen sind mir zwei Ansätze aufgefallen :
- Nachführung der Solaranlage
- Verbesserung der Transmission (Durchlässigkeit)
Eine Nachführung der Solaranlage kann in horizontaler (Tagesverlauf der Sonne) und vertikaler (Sonnenstand – Winter Sommer) Drehrichtung erfolgen. Dabei können in Deutschland abhängig vom Standort 20-30% mehr Leistung (siehe PV Rechner) erreicht werden.
Davon nimmt die horizontale Nachführung den größten Anteil, von ca. 85%, ein.
Durch saubere Oberflächen bzw. durch entsprechende Beschichtung (Antireflex) kann der PV Ertrag um ca. 3% (Stand 2009) gesteigert werden.
Hier gehts um internationale Nachrichten und Seminare von Businesspartnern zu den Themen : Regenerative Energien, Lernsysteme um Interessenten zu gewinnen.Interessante Nachrichten sind die Voraussetzung für seriöse Kundengewinnung.















